Dragon Days Programm 2020

Dienstag, 20. Oktober 2020 | 19.30 Uhr | Stadtbibliothek Stuttgart

Von King Racoon Games bis ins Reich der Grasländer

mit Tad Williams und Felix Mertikat | Moderation: Björn Springorum | Sprecherin: Isabel Schmier

King Racoon Games entwickelt Spiele mit umfangreichen Story-Welten und erweitert sie in Comics, Romanen und vielen anderen Medien. Gründer Felix Mertikat gibt zunächst einen Einblick in die Arbeit der Spieleschmiede. Im Anschluss illustriert er die Lesung aus dem neuen Roman von Tad Williams Das Reich der Grasländer. Der Fantasy-Star Tad Williams wird live aus San Francisco zugeschaltet und beantwortet die Fragen von Björn Springorum und vom Publikum.

Kartenreservierung: karten.stadtbibliothek@stuttgart.de

 

Mittwoch, 21. Oktober | 20 Uhr | Linden-Museum Stuttgart

Mit Comics und Bier um die Welt

Im Rahmen des Dragon Days Festivals werden im Stile des „Literarischen Quartetts“ vier fantastische Comics aus aller Welt und vier ausgewählte Biersorten vorgestellt. Das Publikum erfährt dabei viel Wissenswertes über Comic-Publikationen, -Geschichte und -Zeichner, sowie Brauereien und Braukunst.

Vorgestellt wird unter anderem der Comic „Die Katze des Rabbiners“ des gefeierten französischen Comickünstlers Joann Sfar, eine moderne Fabel, die Einblicke in die Kultur und Geschichte des Judentums gewährt. Die Katze des Rabbiners wurde mit zahlreichen Preisen wie dem “Max und Moritz” für den “Besten Autor” geehrt.

Kaum hat die Katze des Rabbiners den vorlauten Hauspapagei verputzt und eine menschliche Stimme erlangt, fängt sie an zu flunkern. Eine doppelzüngige Katze ist kein guter Umgang für die Rabbinerstochter Zlabya, deshalb soll der Vierbeiner ein Thorastudium beginnen.

Eintritt: EUR 5,-/3,-

Reservierung: Tel. 0711.2022-444 / anmeldung@lindenmuseum.de

 

Donnerstag, 22.10.2020 | 21 + 22 Uhr | Fridas Pier, Unter Deck (Veranstaltungsraum)

MONDO SANGUE: VEGA-5

Auf dem alten Frachttanker Fridas Pier findet im Rahmen der Dragon Days 2020, in Zusammenarbeit mit dem Popbüro Region Stuttgart, ein Abend im Zeichen filminspirierter Science-Fiction-Musik statt.
Das Stuttgarter Duo MONDO Sangue (Christian Bluthardt und Yvy Pop) produziert Musik in Anlehnung an das italienische Kinos der 1960/70er Jahre. Bezugnehmend auf die amerikanischen und europäischen Science-Fiction-Serien der 1960/70er reist die Crew der VEGA-5 durchs All und erlebt so manche Abenteuer.
An Deck legen auf: DJ Rizzo und Walter Ercolino

Reservierungspflicht! Anmeldung per E-Mal: reservierung@dragon-days.de

 

Freitag, 23. Oktober 2020 | 20 Uhr | Kulturzentrum Merlin

Aus den Sterntagebüchern von Stanislaw Lem

mit Götz Schneyder und Stefan Dinter

Virtuelle Realität, künstliche Intelligenz und blinde Technologiegläubigkeit- all dies hat der polnische Autor und Utopist Stanislaw Lem schon in den 1950er Jahren vorausgesehen.

Lem lässt in den Sterntagebüchern seinen etwas eitlen Raumfahrer Ijon Tichy vom Reisen, Wundern und Scheitern im Weltraum erzählen. Auszüge dieses humorgewürzten Werkes präsentieren per Liveprojektion der Comiczeichner und Illustrator Stefan Dinter und der Sprecher Götz Schneyder, mit Bleeps und Bloops via Laptop.

Erdlinge, hört die Signale!

Eintritt: 8,- Euro | Ermäßigt: 5,- Euro

https://merlinstuttgart.reservix.de

 

Samstag 24.Oktober 2020 | 19 Uhr | Literaturhaus Stuttgart

Otherland – Visionen für eine Zukunft der Virtuellen Realität

mit Tad Wiliams, Benjamin Rudolf | Moderation: Eva Wolfangel

1992 veröffentlichte der US-amerikanische Bestseller-Autor Tad Wiliams den ersten Band seiner Cyberpunk-Romanreihe „Otherland“. Die Handlung spielt in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts in einer Welt, in der eine Weiterentwicklung des Internets das gesamte Leben dominiert. Die meisten Menschen verbringen viel Zeit in virtuellen Umgebungen, einige haben sich fast völlig aus der realen Welt zurückgezogen.

Realistisch und visionär gelang es Tad Williams mit „Otherland“ die Multimediawelt von 1992 auf die Verhältnisse des 21. Jahrhunderts hochzurechnen. Obwohl manche Dinge – wie die Implantate, mit denen die Sinnesnerven der Nutzer sich direkt mit der virtuellen Welt verbinden können – immer noch Fiktion sind, nahm Williams viele Dinge vorweg, die heute alltäglich sind.

Wie sieht Tad Williams die Zukunft der virtuellen Realität heute, fast 30 Jahre nach der Veröffentlichung seines ersten Science-Fiction-Romans? Wie könnte sich VR weiterentwickeln? Diese und andere Fragen diskutiert der Autor mit dem VR-Experten Benjamin Rudolf.

Anmeldung über die Veranstaltungsseite der MFG Kreativ:

www.kreativ.mfg.de/veranstaltungen

 

Sonntag 25.Oktober 2020 | 19 Uhr | Innenstadtkinos, Metropol 2

STRANGER THINGS: Eine unheimliche Reise innerhalb und außerhalb medialer Grenzen

mit Hanna Wenzel | Moderation: Björn Springorum | Sprecherin: Barbara Stoll | Referent: Dr. Hanns Christian Schmidt

Die amerikanische Netflix-Serie STRANGER THINGS ist innerhalb kürzester Zeit zu einem Kultphänomen geworden. Das ist nicht weiter überraschend, denn der Mystery-Serie, die sich um die Abenteuer der vier Teenager Mike, Dustin, Lucas und Eleven dreht, gelingt ein ganz beachtlicher Spagat: Auf der einen Seite entzündet STRANGER THINGS ein effektvolles Feuerwerk an populärkulturellen Referenzen der 1980er Jahre – und verfasst dabei einen regelrechten Liebesbrief an die Geschichten von Stephen King und Steven Spielberg. Auf der anderen Seite ist STRANGER THINGS aber auch eine wirkungsvolle Horrorgeschichte, die besonders durch ihre gelungene formale Inszenierung Gänsehaut erzeugt. Und hier spielen, wie wir im Vortrag sehen werden, die Unheimlichkeit veralteter Medientechnologien eine besondere Rolle.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Lesung der Sprecherin Barbara Stoll aus dem Stranger-Things-Vorgeschichten-Roman „Suspicious Minds“. Parallel dazu zeichnet die Künstlerin Hanna Wenzel ein passendes Bild zur Lesung. Die Entstehung des Bildes wird abgefilmt und auf die große Kinoleinwand übertragen.

Der Vortrag von Dr. Hanns Christian Schmidt geht den medialen Wechselspielen nach, die uns STRANGER THINGS kunstvoll vor Augen führt: Wir begeben uns auf eine Spurensuche nach den inhaltlichen Reminiszenzen in der Serie selbst und überprüfen, wie STRANGER THINGS für uns eine Schatzkiste an liebevollen Hommagen öffnet. Wir sehen dabei aber auch, dass es sich bei STRANGER THINGS um eine transmediale Geschichte handelt, welche die technischen Grenzen seiner eigenen Medialität verlässt und sich in Tie-In-Romanen und Computerspielen wiederfindet. Zuletzt gehen wir der Frage auf den Grund, ob nicht gerade in der Vergangenheitsbezüglichkeit der Serie, die unsere Sehnsucht nach einer guten, alten Zeit befriedigt, eine besonders geeignete Triebfeder für das Unheimliche schlechthin darstellt – nämlich „alles, was ein Geheimnis, im Verborgenen bleiben sollte und hervorgetreten ist.“ (Sigmund Freud)

Kartenvorverkauf: www.kinoheld.de/Kino-Stuttgart